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US-Notenbank plant regulatorische Entlastungen: Europa braucht wettbewerbsfähige Banken

Juliane Weiß
Juliane Weiß

Die Entscheidung der US-Notenbank, große Banken regulatorisch zu entlasten, erhöht den Handlungsdruck für Europa. Während die Vereinigten Staaten ebenso wie das Vereinigte Königreich ihre Regulierung überprüfen und gezielt anpassen, darf die Europäische Union nicht ins Hintertreffen geraten.

Die Federal Reserve weist ausdrücklich darauf hin, dass stetig steigende Kapitalanforderungen die Finanzierung der amerikanischen Wirtschaft zunehmend belasten können. Sowohl die Federal Reserve als auch die britische Bankenaufsicht rücken daher die Wettbewerbsfähigkeit der Banken stärker in den Fokus ihrer Regulierungspolitik. Das nun in den USA beschlossene Reformpaket wird nicht zuletzt die internationale Wettbewerbsposition des US-Finanzsystems stärken.

Heiner Herkenhoff, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands: „Die Botschaft für Europa ist eindeutig: Unsere Wirtschaft braucht leistungsfähige und international konkurrenzfähige Banken. Jede regulatorische Entlastung für Finanzinstitute außerhalb Europas verändert die Ausgangslage im globalen Wettbewerb.“

Die Europäische Kommission sollte die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Bankensektors jetzt entschlossen in den Blick nehmen, so Herkenhoff weiter. Nach den bisherigen Plänen würden die Kapitalanforderungen für die hiesigen Banken Jahr für Jahr weiter ansteigen. Diese Entwicklung müsse die Europäische Kommission so schnell wie möglich stoppen. Vorschläge dafür lägen bereits auf dem Tisch: Mit gezielten „Quick Fixes“ würden sich kurzfristig spürbare Verbesserungen erreichen lassen. Die Kommission könnte unter anderem bestehende EU-Übergangsregelungen fortschreiben. Das wäre eine denkbar einfache Maßnahme mit großer Wirkung auf die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Banken.

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