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Digitaler Euro muss Mehrwerte schaffen

Deutsche Kreditwirtschaft bei Anhörung im Bundestag

Thomas Schlüter
Thomas Schlüter

Im Rahmen einer öffentlichen Anhörung des Finanzausschusses des Bundestages hat sich die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) maßgeblich in die Diskussion um den Digitalen Euro eingebracht. Grundsätzlich sei der Aufbau einer digitalen Zentralbankwährung für Europa wichtig, sie müsse jedoch klare Mehrwerte für die Menschen bieten. Dies sei aktuell nicht der Fall, so Prof. Dr. Ulrich Reuter, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, der dieses Jahr die Federführung der DK innehat. 

Reuter unterstrich die anerkannten Potenziale des digitalen Euros als fortschrittliches, souveränes Geld- und Zahlungsmittel. Er betonte jedoch gleichzeitig die bestehenden Bedenken der Kreditwirtschaft: Ein digitaler Euro könne nur dann effektiv sein, wenn er das Vertrauen der Bevölkerung gewinnt. „Es macht keinen Sinn, wenn der Staat in etwas investiert, was privat schon da ist. Der Digitale Euro muss sich in die Zahlungsverkehrslandschaft einordnen, die es schon gibt“, so Reuter.  

Nicht zuletzt gefährdet ein Abfluss von Giralgeld in Zentralbankgeld die Finanzmarktstabilität in Europa – eine Sorge, die sogar die EZB und die EU-Kommission teilen. Reuter: „Diese Risiken müssen vorher diskutiert werden. Bei wenigen 100 Euro Haltegrenze wäre die Gefahr für die Finanzmarktstabilität beherrschbar. So viel haben die meisten auch jetzt bar im Portemonnaie.“ 

Die Deutsche Kreditwirtschaft setzt sich für einen demokratischen Diskurs zum Digitalen Euro ein. Sie ist in die Gestaltung des Regelwerks der EZB eingebunden und wünscht sich eine Intensivierung des Austauschs. Ziel ist es, gemeinsam dafür zu sorgen, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Zahlungsverkehrsindustrie in der EU durch den Digitalen Euro nicht beeinträchtigt wird.

Thomas Schlüter

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